Gassen, Kutschen, Eisenbahn - Mobilität in der Alten Stadt

Verkehrswege erzählen Geschichte. Unsere alten Städte sind bis heute durch ein zumeist weit ins Mittelalter zurückreichendes Gassensystem geprägt. Selten verlaufen die schmalen Gassen linear, und sie tragen bisweilen merkwürdige Bezeichnungen: Schwätzgässle, Schieringer- oder Türkengasse.

Bezeichnungen und Verlauf spiegeln die städtische Wirtschafts- und Sozialgeschichte. Unter kundiger Führung werden die Zusammenhänge deutlich.

Es waren die überörtlichen Verkehrsverbindungen, die man als Straßen bezeichnete. Mit Pferdewagen und Kutschen, Reitern und Fußgängern führten sie Reisende und Kaufleute , Waren und Menschen in die Stadt. Die von Cannstatt über Bietigheim und Bönnigheim Richtung Speyer und Frankfurt führende „Niederländische Wein- und Tuchhandelstraße" war so etwas wie eine mittelalterliche „Autobahn" und diente der Verbindung der großen Wirtschaftszentren im Süden und in der Mitte Deutschlands. Vom regen Verkehr profitierten immer auch die Anrainer.

Mit der Eisenbahn wurde ab Mitte des 19. Jahrhunderts alles anders. Das neue Verkehrsmittel internationalisierte Handel und Verkehr dramatisch und hatte rasch gravierenden Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Städte. Bietigheim entwickelte sich in wenigen Jahrzehnten zur Industriestadt, in eisenbahnfernen Städten verzögerte sich dies erheblich.

 

Termine 2019:

In Bietigheim-Bissingen: Sonntags, 31. März und 20. Oktober 2019 / Start: 14 Uhr, Kronenplatz

In Besigheim: Sonntags, 07. April und 13. Oktober 2019 / Start: 14 Uhr, Marktplatz

In Bönnigheim: Sonntag, 14. April und Samstag, 27. Oktober 2019 / Start: 14 Uhr, Burgplatz

Mit freundlicher Unterstützung der Historischen Gesellschaft Bönnigheim, des Geschichtsvereins Besigheim und des Geschichtsvereins Bietigheim-Bissingen.

Diese Führung ist für Sie kostenlos.