Stadtmuseum Hornmoldhaus

  • Hauptstraße 57
  • 74321 Bietigheim-Bissingen

In den Jahren 1535/36 er­baute Sebastian Hornmold auf dem von Herzog Ulrich über­lassenen Grundstück ein prächtiges Wohn- und Geschäftshaus. Noch heute prägt das Haus das Stadtbild und vermittelt das Lebensgefühl der Bürger in einer aufstrebenden Landstadt. Die aufwändige Fachwerkarchitektur und seine nahezu vollständig erhaltene Innenausmalung machen das Hornmoldhaus zu einem der bedeutendsten Bürgerhäuser der Renaissance in Südwestdeutschland. 1989 wurde es als Stadtmuseum eröffnet und zeigt seither eine ständige stadtgeschichtliche Ausstellung. Mehrmals jährlich wechselnde Sonderausstellungen und eine aktiven Kulturvermittlung machen das Haus bei freiem Eintritt zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.

Öffnungszeiten:

Di, Mi, Fr 13.45 – 17.45 h
Do 13.45 – 19.45 h
Sa / So / feiertags 10.45 – 17.45 h
montags geschlossen

  • Eintrittspreis: Eintritt frei!

Ständige Austellung

mit den Themenschwerpunkten Stadtgeschichte, Renaissance, Fachwerk, Erwin Baelz

Eintritt frei!

 

 

Sonderausstellungen 2022/23 

Orange - Farbe und Lebensgefühl der 1960er /1970er Jahre

noch bis 18. April 2022

Die Farbe Orange dominierte das Farbspektrum im Alltag der 1960er und 1970er Jahre. Sie war die Trendfarbe im Haushalt, Design und in der Mode. Bis heute wird Orange als Signalfarbe im öffentlichen Leben verwendet, zum Beispiel vom städtischen Bauhof, der S-Bahn oder der Müllabfuhr. Orange steht für das Alltägliche, das Neue, das Energetische, das Gewagte und das Kreative.
Wie keine zweite Farbe verkörperte Orange die Veränderungen und die Umbrüche der damaligen Zeit. Friedensbewegung, Flower Power, der Kalte Krieg und der Wirtschaftsaufschwung beeinflussten die Gestaltung der Produkte. So setzte sich das Weltraumzeitalter und die Hippiebewegung in den Wohnzimmern fort, deren Möbel und Tapeten nun bunt und schrill wurden und zum Teil poppige Ausmaße mit fließenden Formen annahmen. Der neue Kunststoff Plastik machte die Verwendung neuer Formen sowie die günstige Herstellung und Verarbeitung möglich.
In der Ausstellung stehen Design und Alltagsgegenstände im Mittelpunkt. Vom Staubsauger über die Badezimmervorhänge bis hin zum Kinderwagen und Klapprad werden Objekte von zahlreichen privaten Sammlern gezeigt.

 

 

Kawanabe Kyosai - Japanischer Künstler zwischen den Zeiten

15. Mai - 18. September 2022

Der Bietigheimer Arzt Erwin von Baelz verbrachte 29 Jahre in Japan und trug eine beachtliche Sammlung von rund 6.000 Objekten von japanischen Künstlern und Kunsthandwerkern zusammen, darunter auch Werke von Kawanabe Kyôsai, die zum Teil in die Sammlung des Stadtmuseums Hornmoldhaus gelangten.
Kyôsai wurde 1831 geboren und ist in Edo, dem heutigen Tokio aufgewachsen. Früh wurde seine künstlerische Begabung erkannt und er begann im Alter von sieben Jahren eine Ausbildung bei dem Holzschnittmeister Utagawa Kuniyoshi. Während seiner weiteren Ausbildungszeit eignete er sich durch Kopieren anderer Kunstwerke ein umfangreiches Repertoire an Kunststilen an, auf die er später zurückgreifen konnte. Er etablierte sich als selbstständiger Maler, Illustrator und Grafiker und fertigte Karikaturen und humoristische Bilder.
In der Ausstellung werden nun nicht nur die Werke aus der Sammlung des Hornmoldhauses gezeigt, sondern auch eine Vielzahl an Druckgraphiken und Holzschnitten des privaten Sammlers Günter Beck.

Eine Publikation ist geplant.

 

 

"Feuer - Segen und Fluch. Stadtbrände in Bietigheim"

16. Oktober 2022 - 23. April 2023 

Feuerschutzverordnungen, historische Backhäuser, weitläufige Plätze in dicht besiedelten Altstädten – vieles erinnert bis heute an Feuersbrünste und Brandkatastrophen vergangener Zeiten.
Wie die meisten Ortschaften im deutschen Südwesten bestand Bietigheim überwiegend aus Fachwerkhäusern, in denen mit Holz gekocht, geheizt, gewaschen und beleuchtet wurde. Brach ein Feuer aus stand nicht selten ein ganzer Straßenzug in Flammen. So auch im Jahr 1921 als das Quartier zwischen Rathaus und Stadtkirche niederbrannte.
Die Ausstellung erinnert an die verschiedenen Stadtbrände und deren Auswirkungen, die bis heute im Ortsbild nachwirken. Gezeigt werden auch zahlreiche historische Stadtansichten und Objekte der freiwilligen Feuerwehr.