Impressionen 2025

dagegen zeugen die Synagoge und ein Friedhof in Freudental. Die Deutsche Fachwerkstraße, die von Norden nach Südwe- sten das 3B-Land durchquert, erinnert an die noch überall er- lebbare traditionelle Bauweise. Prachtvolle Fachwerkbauten des 15. bis 18. Jahrhunderts sind in den Städten und Dörfern zu bewundern. Dieses Ensemble aus lieblichen Landschaften, Fachwerksilhouetten und malerischen Plätzen und Gassen lässt die Verträumtheit uralter Orte gegenwärtig werden und bietet das Ambiente zum„Seele baumeln lassen”. Doch nicht nur das Mittelalter hat seine Spuren im 3B-Land hinterlassen. Neben Köllesturm, Ganerbenburg oder Stadt- kirche ragt in Bönnigheim ein spätbarockes Schloss hervor. 1756 wurde es vom Baumeister Anton Haaf für Friedrich Graf Stadion errichtet. Hier verfasste seine Schwiegertochter Sophie La Roche den ersten Roman, der in Deutschland von einer Frau veröffentlicht wurde. An sie und ihr Werk erinnert im benachbarten, ehemals königlich-württembergischen Forstgefängnis, ein kleines Literaturmuseum. An das Lieb- lingspferd von Württembergs erstem König erinnert das Stutendenkmal in Freudental. Hier ließ König Friedrich seine Stute Helene im Frühjahr 1812 bestatten. Das Zeitalter der Industrialisierung und der Bau der Eisenbahnen hat ein wei- teres herausragendes Bauwerk ins 3B-Land gebracht – den Bietigheimer Enzviadukt. Dank seiner 21 Bögen, mit einer Gesamtlänge von 287m und einer Höhe von 33m, gehört er zu den schönsten Kunstbauten aus der Frühzeit der deut- schen Eisenbahnen. In dieser Epoche haben Großindustrielle wie beispielsweise die Familien Amann in Bönnigheim und 12 Fotos linke Seite, oben: Enzansicht von Besigheim, Mitte: Fachwerk-Rathaus Besigheim rechte Seite, oben: Georgskirche Kleiningersheim, Ganerbenburg und Dächermeer in Bönnigheim, unten: Unteres Tor in der Bietigheimer Altstadt, Schloss Freudental

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