Impressionen 2021

Erbe dagegen zeugen die Synagoge und ein Friedhof in Freudental. Die Deutsche Fachwerkstraße, die von Norden nach Südwesten das 3B-Land durchquert, erinnert an die noch überall erlebbare traditionelle Bauweise. Prachtvolle Fachwerkbauten des 15. bis 18. Jahrhunderts sind in den Städten und Dörfern zu bewundern. Dieses Ensemble aus lieblichen Landschaften, Fachwerksilhouetten und male- rischen Plätzen und Gassen lässt die Verträumtheit uralter Orte gegenwärtig werden und bietet das Ambiente zum „Seele baumeln lassen“. Doch nicht nur das Mittelalter hat seine Spuren im 3B-Land hinterlassen. Neben Köllesturm, Ganerbenburg oder Stadtkirche ragt in Bönnigheim ein spät- barockes Schloss hervor. 1756 wurde es vom Baumeister Anton Haaf für Friedrich Graf Stadion errichtet. Hier ver- fasste seine Schwiegertochter Sophie La Roche den ersten Roman, der in Deutschland von einer Frau veröffentlicht wurde. An sie und ihr Werk erinnert im benachbarten, ehemals königlich-württembergischen Forstgefängnis, ein kleines Literaturmuseum. An das Lieblingspferd von Württembergs erstem König erinnert das Stutendenkmal in Freudental. Hier ließ König Friedrich seine Stute Helene im Frühjahr 1812 bestatten. Das Zeitalter der Industrialisierung und der Bau der Eisenbahnen hat ein weiteres herausragen- des Bauwerk ins 3B-Land gebracht – den Bietigheimer Enz- viadukt. Dank seiner 21 Bögen, mit einer Gesamtlänge von 287m und einer Höhe von 33m, gehört er zu den schönsten Kunstbauten aus der Frühzeit der deutschen Eisenbahnen. In dieser Epoche haben Großindustrielle wie beispielsweise die 12 Fotos linke Seite, oben: Enzansicht von Besigheim, Mitte: Fachwerk-Rathaus Besigheim rechte Seite, oben: Ganerbenburg und Dächermeer in Bönnigheim, unten: Unteres Tor in der Bietigheimer Altstadt, Schloss Freudental

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