Kultur erleben im 3B-Land

Kulturreich

Galerien, Ausstellungen, und Museen

Das kulturelle Leben pulsiert im 3B-Land auf vielfältiger Art und Weise. Besucher der Region erfreuen sich über eine Museumsdichte, wie sie selbst Großstädte kaum zu bieten haben. Sie erstreckt sich über zeitgenössische Kunst, die Kunst der Naive, Outsider Art und Art Brut, über Brauchtum und Regionales, über Schnaps, Arznei und Nägel aller Art. Die Römer hinterließen ihre Spuren und hier wurde der erste von einer Frau verfasste Roman geschrieben.

Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen

Die im Herzen der historischen Altstadt von Bietigheim gelegene Städtische Galerie wurde 1989 in einer umgebauten historischen Scheuer eröffnet und im Jahr 2000 um einen modernen, streng funktionalen Bau erweitert. Während die großen Wechselausstellungen im Erweiterungsbau ihren Platz finden, nutzt die Städtische Galerie ihre Räume im Altbau dazu, ihren umfangreichen eigenen Bestand zu ihren traditionellen Sammlungs­schwer­punkten Linolschnitt/Hochdruck und Kunst der Region zu präsentieren.

Mit Sonderausstellungen zur Kunst von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart, die Besucher aus dem gesamten Bundesgebiet anziehen, hat sich die Städtische Galerie einen ausgezeichneten Ruf erworben.
Hauptstraße 60–64, 74321 Bietigheim-Bissingen,
Tel. 0 7142/74-483, www.bietigheim-bissingen.de, galerie@bietigheim-bissingen.de

Öffnungszeiten:
DI/MI/FR 14–18 Uhr,
DO 14–20 Uhr,
SA/SO/Feiertag 11–18 Uhr

Hereinspaziert! Zirkus und Jahrmarkt von Macke bis Matisse

Die 1989 eröffnete und mitten in der Altstadt liegende Städtische Galerie Bietigheim-Bissingen hat sich mit Ausstellungen zur Kunst von der Klassischen Moderne bis zur Gegenwart einen ausgezeichneten Ruf erworben. Einen Höhepunkt in diesem Jahr markiert vom 21. April bis 8. Juli die Ausstellung „Hereinspaziert! Zirkus und Jahrmarkt von Macke bis Matisse“. Dieses Thema lässt nicht nur Kinderaugen leuchten: Die Welt des Zirkus und des Jahrmarkts faszinierte und inspirierte zahlreiche Künstler insbesondere seit Ende des 19. Jahrhunderts. In Werken vom deutschen Expressionismus über die Neue Sachlichkeit bis hin zur Nachkriegszeit wird die Magie der Manege ebenso anschaulich wie die tiefgründige Symbolik von Clowns und Jongleuren, Balanceakten und Dressuren. In den Gemälden, Skulpturen und Grafiken spiegelt sich der bunte Kosmos rund um das fahrende Volk. Manege frei! Gegenüber der Städtischen Galerie erwartet Sie ein weiteres Highlight, die Villa Visconti. Dieses künstlerische und sogleich architektonische Schmuckstück zieren innen und außen mehr als 300 Medaillons mit verschiedenen Kopfdarstellungen, die Portraits vieler Persönlichkeiten der Weltgeschichte zeigen. Zusammen mit dem „Turm der grauen Pferde“ bildet die Villa Visconti einen eindrucksvollen Abschluss der Bietigheimer Kulturmeile.
Preis: 19,50 € pro Person
Personenzahl: 12 bis 25 Personen
Termine: 21.04. bis 08.07.2012,
Dienstag bis Freitag

Buchung und Kontakt:
3B-Tourismus-Team
Marktplatz 11
74321 Bietigheim-Bissingen
Tel.: 07142/74287

Programmauftakt: iRonic

Den Auftakt des attraktiven Programms für 2012 macht die Ausstellung „iRonic” vom 21. Januar bis 9. April, die sich dem Thema der Ironie in der zeitgenössischen Kunst widmet.

Einen Höhepunkt markiert dann die Ausstellung „Hereinspaziert! Zirkus und Jahrmarkt von Macke bis Matisse” vom 21. April bis 8. Juli. In Werken vom deutschen Expressionismus über die Neue Sachlichkeit bis hin zur Nachkriegszeit wird die Magie der Manege ebenso anschaulich wie die tiefgründige Symbolik von Clowns und Jongleuren, Balanceakten und Dressuren.

Ab 21. Juli sind dann Linolschnitte der deutschen Künstlerin Uta Zaumseil zu sehen, die bereits zwei Mal bei dem internationalen Grafikwettbewerb „Linolschnitt heute” ausgezeichnet wurde, den die Stadt Bietigheim-Bissingen alle drei Jahre auslobt.
Foto oben (Ausschnitt): Peter Land, Snapshot, 2007, Courtesy Galleri Nicolai Wallner, Kopenhagen, Foto: Anders Sune Berg

Museum Charlotte Zander

Seit 1996 befindet sich die Sammlung von Charlotte Zander, die über 4000 Gemälde und Skulpturen umfasst, in Schloss Bönnigheim. Die Sammlung ist einzigartig in der Kombination von internationaler Kunst der Naive, Art Brut und Outsider Art. Im Mittelpunkt stehen die Maler der französischen Naive wie Henri Rousseau, Camille Bombois, Séraphine Louis, Louis Vivin und André Bauchant. Weitere Schwerpunkte: Europäische, amerikanische und russische Klassiker wie Adolf Dietrich, Ivan Generalic, Pietro Ghizzardi, Morris Hirshfield, Nikifor, Sava Sekulic, Friedrich Schröder-Sonnenstern, Scottie Wilson, Adolf Wölfli, Carlo Zinelli u.a. Das Profil der Sammlung Charlotte Zander wird ergänzt durch weitere Werkblöcke aus den Bereichen Mediumistische Kunst, Tattoo, Frisörtafeln aus Afrika, Kunst aus Haiti, Skulpturen aus Jamaika und religiöse Volkskunst.
Schloss Bönnigheim
Hauptstraße 15, 74357 Bönnigheim,
Tel. 0 7143/42 26, www.sammlung-zander.de

Öffnungszeiten:
DI–SA 11–15 Uhr,
SO/Feiertag 11–16 Uhr

Foto oben:
Gemälde von C. Bombois, Skulptur von Dongwoo Kim

TIERE – TIERE – TIERE:
zu Wasser – zu Lande – in der Luft

Die Ausstellung zum Thema Tiere umfasst rund 200 Bilder und Skulpturen von mehr als 40 Künstlern und Künstlerinnen der Naive, Art Brut und Outsider Art.
Eine besondere Position nimmt dabei der serbische Künstler Sava Sekulic ein, den vor allem Wassertiere faszinierten. Er malte häufig Fischmütter als Symbol der Fruchtbarkeit und Mutterschaft – seine Serie von Tintenfischen mit riesigen Tentakeln ist ebenfalls zu sehen.
Ein weiterer Höhepunkt ist das Gemälde „Bärenfamilie” des georgischen Malers Niko Pirosmanaschwili, dessen Werke Seltenheitswert haben, da sie sich fast ausschließlich im Nationalmuseum in Tiflis befinden.
Ebenso bedeutend sind auch die Tierdarstellungen weiterer Künstler u. a.: Ilija Bosilj, Anselme Bois-Vives, Erich Bödeker, Max Raffler, Aloys Sauter, Matija Skurjeni, Josef Wittlich.
Foto oben (Ausschnitt):
Sava Sekulic, Die erste Fischmutter, 1977

Museum Sophie La Roche

Eine bemerkenswerte Frau schreibt Literaturgeschichte.

Im früheren königlich-württembergischen Forstgefängnis auf dem Schlossareal befindet sich eine literarische Gedenkstätte, das Museum Sophie La Roche. Hier hat Sophie La Roche, die Schwiegertochter des Schlossherrn Friedrich von Stadion und Großmutter der Geschwister Clemens und Bettina Brentano den ersten in Deutschland von einer Frau veröffentlichten Roman „Geschichte des Fräuleins von Sternheim” geschrieben, der unter dem Namen ihres Jugendfreundes Christoph Martin Wieland 1771 herausgegeben wurde.

Das Museum bietet einen gelungenen Überblick über das Leben und das Werk dieser beeindruckenden Frau.
Literarische Gedenkstätte, Schlossstraße 35, OG beim Schloss,
74357 Bönnigheim, Tel. 0 7142/2 73-25,
www.boennigheim.de, tourist-info@boennigheim.de
Öffnungszeiten:
FR 14–17 Uhr, SA/SO 11–17 Uhr
und nach Vereinbarung

Stadtmuseum Hornmoldhaus

In den Jahren 1535/36 erbaute Sebastian Hornmold auf dem von Herzog Ulrich überlassenen Grundstück ein prächtiges Wohn- und Geschäftshaus. Noch heute prägt das Haus das Stadtbild und vermittelt das Lebensgefühl der Bürger in einer aufstrebenden Landstadt. Die aufwändige Fachwerkarchitektur und seine nahezu vollständig erhaltene Innenausmalung machen das Hornmoldhaus zu einem der bedeutendsten Bürgerhäuser der Renaissance in Südwestdeutschland. 1989 wurde es als Stadtmuseum eröffnet und zeigt seither eine ständige stadtgeschichtliche Ausstellung. Mehrmals jährlich wechselnde Sonderausstellungen und eine aktiven Kulturvermittlung machen das Haus bei freiem Eintritt zu einem lohnenswerten Ausflugsziel.
Hauptstraße 57, 74321 Bietigheim-Bissingen,
Tel. 0 7142/74-3 52
Öffnungszeiten:
DI, MI, FR 14–18 Uhr,
DO 14–20 Uhr,
SA/SO/Feiertag 11–18 Uhr

Schöner Wohnen um 1550

Papst und Teufel, Pflanzen und Tiere, Rosetten und Fratzen – prächtige Malereien schmücken Wände und Decken des Hornmoldhauses, das mit seinem aufwändigen Zierfachwerk die Blicke der Spaziergänger auf sich zieht.

So schmeckt die Renaissance

Lernen Sie das Raum- und Wohngefühl der Renaissance kennen und lassen Sie sich bei Salbeiwein und Mandelkuchen in diese geradezu „exotische” Epoche entführen.
Eine Führung, voller Lebensgefühl der Renaissance, ist sehr empfehlenswert!

Schwäbisches Schnapsmuseum

Im Schwäbischen Schnapsmuseum wird die Kulturgeschichte des Alkohols lebendig vermittelt. Sie erfahren von der Destillationstechnik, von Steuergesetzen und Schwarzbrennern. Der älteste Alkoholbeleg Deutschlands, ein Destillationsgefäß in Frauenform zeigt die Bedeutung der Frauen für dieses Handwerk. Bei einer humorvollen Schnaps- und Likörverkostung wird die Schnapsgeschichte zu einem besonderen Erlebnis.
im Steinhaus, Meiereihof 7,
74357 Bönnigheim, Tel. 0 7143/22563

Öffnungszeiten:
Mai – September
SO 14–17 Uhr und nach Vereinbarung

Museum Arzney-Küche

Lernen Sie den destillierten Alkohol als kostbare Medizin kennen. Das kleine, aber feine Museum zeigt die Herstellung von „aqua vitae”, dem „Wasser des Lebens” und führt in die Arbeitstechnik der „Alchemisten” und „Kräuterweiblein” ein. Die Arzney-Küche Bönnigheim ist das einzige erhaltene Laboratorium seiner Art in Baden-Württemberg. Apotheker Völter lagerte 1831 die brodelnde Arzney-Küche aus Sicherheitsgründen aus und errichtet neben seinem Apothekergebäude (Kirchstraße 22) das Laboratorium mit Brunnen.
Kirchstraße 22, 74357 Bönnigheim,
Tel. 07143/27325

Öffnungszeiten:
Mai – September
Jeden 1. Sonntag im Monat 14–16 Uhr
und nach Vereinbarung

Römerhaus Walheim

Die beeindruckende Ruine eines römischen Handelshauses zählt zu den herausragenden römischen Kulturdenkmälern der Region. Neben dem Kernstück der Ausstellung sind im Museum Römerhaus Walheim ausschließlich Funde aus der römischen Siedlung von Walheim zu sehen. Stolz ist das Museum, ein reichhaltiges Spektrum an Dingen aus dem täglichen Leben der Römer präsentierenzu können. So zeugen fein gearbeitete Architekturteile, wie Säulen, Fensterrahmen oder Mauerwerk, von der Steinmetzkunst der Römer. Haarnadeln, Würfel, Schmuck und Geschirr geben Einblick in das Leben vor 1800 Jahren.
Römerstraße 16, 74399 Walheim,
Tel. 0 7143/80 41-0,
www.walheim.de, www.roemerhauswalheim.de

Öffnungszeiten:
April – Oktober
SA 14–18 Uhr, SO & Feiertag 10–18 Uhr

Nagelmuseum

In Löchgau weiß man, wie man Nägel mit Köpfen macht! Grundstock dieses einzigartigen Museums war die mehr als 4500 Nagelarten umfassende Mustersammlung der Firma Röcker, die von 1876 bis 1974 in Löchgau produzierte. Die Bedeutung des Nagels in Sprache, Werbung, Kunst und vor allem im Handwerk ist beeindruckend. Zahlreiche Nägel und Kuriositäten rund um das „Thema Nagel” versetzen den Besucher in Erstaunen. Die Geschichte des Nagels allgemein wie auch Nagelkuriositäten aus aller Welt sowie alles über Nagelscheiben, Nagelkreuze und Nagelplastiken bilden den Schwerpunkt der Sammlung.
Obere Straße 8, 74369 Löchgau, Rathaus
Tel. 0 7143/27 09-0 oder
Tel. 0 7143/44 87

Öffnungszeiten:
Jeden 1. Sonntag im Monat 14–17 Uhr und nach Vereinbarung
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